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Dienstag, 25. November 2014

Carob

Carob-Pulver
Nachdem sich meine bisherigen Johannisbrotexperimente auf die Johannisbrotfrucht bzw.-samen sowie das Mehl aus Johannisbrotschoten bzw. deren Kerne konzentriert haben, bin ich nun auch bei Carob angekommen.

Carob schmeckt wie das kroatische Johannisbrotmehl und auch meine selbst gemahlenen Johannisbrotschoten. Der Hauptunterschied besteht jedoch im Mahlungsgrad. Carob ist viel feiner gemahlen und nun ist mir auch klar geworden, warum jemand auf die Idee gekommen ist, Kakaopulver damit zu ersetzen. Die beiden Pulver ähneln sich nämlich sowohl in der Parktikelgrösse als auch in der Farbe. Nicht jedoch im Geschmack.

Nun bin ich gespannt, wie sich dieses Pulver noch so verwenden lässt. Milchmischgetränke? Kuchenglasur? Hat jemand eine Idee?

Montag, 18. August 2014

Johannisbrotbaumfrüchte

Es handelt sich dabei nicht um Früchte, wie man sie sich vorstellt, sondern um Hülsenfrüchte. Johannisbrotbaumschoten also eher. Die Johannisbrotbaumfrüchte sind essbar. Wenn man sie so anschaut, fragt man sich allerdings wie.

Johannisbrotschoten, getrocknet

Was tun mit Johannisbrotschoten?

Im Internet finden sich etwa folgende Vorschläge:
  • Die Schoten aufbrechen, die Kerne entfernen, waschen und kauen.
    Getestet: Schmeckt süsslich, fühlt sich ein bisschen an, wie an Süssholz zu knabbern, nur schlaiger.
  • 20 Minuten kochen, aufschneiden, Kerne entfernen und essen.
    Getestet: Schmeckt besser als roh, die Schale bleibt verhältnismässig fest, aber nicht mehr brüchig.
    Könnte eventuell in Gerichten schmecken, in denen kreative Köche und Köchinnen sonst Kakaopulver verwenden. Passt most definitely nicht zu Wirz. Vielleicht eher zu Pilzen. Oder in einem süssen Gericht wie Milchreis oder Haferbrei.
    Kerne definitiv nicht essen. Die sind steinhart.
  • Statt zu kochen, in ein feuchtes Tuch einwickeln und über Nacht liegen lassen.
  • Das ganze mahlen und in Süssspeisen verwenden (nach dem Kochen bzw. ohne Kochen)
    z.B. mit Trockenfrüchten vermischt oder mit Zucker an einem süssen Teigwarengratin.
    Getestet und zwar zum Backen. Gab dann Kakao-Carob-Kekse. Der Teig erinnerte ein wenig an den Crunchy Ovo-Aufstrich, was auch daran lag, dass ich die Schoten nicht so ganz fein gemahlen bekommen habe.
  • Wer ein Gerät hat, das sowas zustande bringt, kann die Carobschoten auch direkt mit etwas Flüssigkeit pürieren.
  • Sirup oder Marmelade draus machen.
  • Ins Müesli geben.
    Universalverwendungszweck für Essen, mit dem man nichts so recht anzufangen weiss
  • Likör draus machen.
  • Nicht-menschlichen Tieren anbieten.
  • Zum Färben von Stoff verwenden.
  • Tee draus machen.
    Dazu die Schoten zerkleinern und dann mit Wasser 15 Minuten kochen oder nur aufkochen und eine Stunde stehen lassen. Tee trinken, Satz essen.
    Getestet: Zerkleinerte Schoten mit Kräutertee gemischt, mit kochendem Wasser aufgegossen und etwa zehn Minuten ziehen lassen. Nur der Tee ganz unten in der Tasse schmeckte es ein bisschen nach Carob. Kochen wäre wohl besser.
    Mit Kochen getestet: Definitiv besser und der Satz ist auch besser essbar.
  • Die Samen pflanzen.
Hat jemand noch weitere Ideen? 

Karob-Kakao-Kekse

Teeexperiment mit zerbrochenen Schoten

Wonach schmecken diese Johannisbrote?

Mein erster Eindruck: Jedenfalls nicht nach Schokolade. Der Geruch hat eine gewisse Ähnlichkeit, aber schmecken tut's eher wie Süssholz: süss und weniger bitter als Kakao.
Andere Leute erinnern Geschmack und Geruch an Lebkuchen, Kakao oder auch veganen Käse (?).

Woher bekommt man die Schoten und was kostet der Spass?

Die abgebildeten Schoten haben 1.80 Franken gekostet (~ 8 Fr./Kg) und wurden in einem türkischen Lebensmittelladen gekauft. Laut Internet gibt es sie auch in Reformhäusern.

Wer weniger am Herstellungsprozess und mehr an den kulinarischen Verwendungsmöglichkeiten interessiert ist, kann die Schoten auch bereits pulverisiert kaufen. Mein Pulver hat für 200 Gramm 2.90 Franken gekostet (14.50 Fr./Kg).

Rogač heisst's auf Kroatisch. Carobpulver ist aber offenbar etwas anderes.