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Freitag, 4. Dezember 2015

Rezept: Einfache Schokoladekugeln

Ursprung dieses Rezepts ist die 70er-Jahre Version der Schokoladekugeln Myrta von Betty Bossi. Im Gegensatz zur neueren Version verwendet diese Schokoladepulver (ohne n!) statt gemahlene Schokolade. Nachdem die Erfahrung ergeben hat, dass sich Schokoladensplitter statisch aufladen, überall herumfliegen und in der Hitze des Gefechts schliesslich schmilzen können, war ich definitiv offen für die Pulverversion.

Schokoladekugeln - sobald sie Risschen bekommen, sind sie fertig!

Nach Zucker- und Kakaogehaltvergleich verschiedener Pulver kam ich auf die Idee, es auch einmal mit Trinkschokoladenpulver zu versuchen. Die Schokoladekugeln sind vegan und glutenfrei (letzteres sind auch diejenigen von Betty Bossi).

Schokolade(n)kugeln Ines
3 EL Leinsamen + 8 EL Wasser (ein paar Minuten stehen lassen)
470 g Kakaogetränkpulver (mit ca. 20 % Kakaoanteil)*
300 g Mandeln, gerieben (Haselnüsse gehen sicher auch)
2-3 EL Stärke (z.B. Maisstärke)

Leinsamenflüssigkeit und Kakaogetränkpulver in einer Schüssel verrühren. Mandeln und Stärke beigeben und verkneten. Das ganze klebt ziemlich. Teig kühlstellen.

Formen: Aus dem kühlen Teig Kugeln formen und auf einem Blech platzieren und für weisse Kugeln jetzt im Puderzucker wenden. Kugeln über Nacht trocknen lassen

Backen: bei 250°C in der Mitte des vorgeheizten Ofens für 4-6 Minuten.

Schokoladenkugelnteig vor dem Kühlstellen.

Geformte Schokoladenkugeln vor dem Trocknen.

70s Food Photography by Betty Bossi ;-)
* Tipp: Das Originalrezept enthält 300 g Zucker und 200 g Schokoladenpulver. M.E. könnte man auch Kakaopulver und etwas mehr Zucker nehmen, hab's aber nicht ausprobiert.

Montag, 1. Dezember 2014

Rezept: Veganer Haselnusslebkuchen

Haselnusslebkuchen ist eigentlich kein richtiger Lebkuchen und schmeckt entsprechend auch ganz anders. Immerhin stimmt der andere Wortteil: Das Gebäck besteht im Wesentlichen aus Haselnüssen. Und natürlich aus Zucker. Ist schliesslich ein Gebäck. Wie richtiger Lebkuchen, wird Haselnusslebkuchen primär an Weihnachten verschenkt und gegessen. Einen tieferen Grund hat das allerdings nicht. Hier gibt's mehr Infos zu diesem Gebäck.
Mit Model geformter und Puderzuckerglasur dekorierter Haselnusslebkuchen im Schaufenster einer Bäckerei
Original enthält Haselnusslebkuchen Honig. Ausserdem Eiweiss, um den Teig zusammenzuhalten. Ich habe den Honig mit Tafelmelasse ersetzt, weil ich die noch hatte. Vermutlich geht aber auch Agavensirup, Birnel oder sowas. Es muss einfach eine ähnliche Konsistenz haben wie Honig.

Haselnusslebkuchenherz mit Puderzuckergesicht

Rezept Haselnusslebkuchen

angelehnt an dieses Rezept

2 EL geschrotete Leinsamen mit
70 ml Wasser (Kirsch geht wohl auch) vermischen und ein paar Minuten stehen lassen

240g Puderzucker
70g Orangeat, fein gerieben
100g Melasse, einigermassen flüssig (ich habe das Glas zuvor auf den Ofen gestellt) beigeben und gut vermischen

350g gemahlene Haselnüsse (ich habe meine ein bisschen geröstet)
1 TL Zimt
1 EL Mehl beigeben und zu einem Teig verkneten.

Teig zugedeckt einige Stunden in den Kühlschrank stellen.*
Teig auf ca. 1 cm dick auswallen (wenn nötig auf Zucker, nicht Mehl).

Förmchen ausschneiden oder ausstechen oder ein Model aufdrücken.
einige Stunden offen stehen lassen.*
im auf 230°C vorgeheizten Ofen in der Ofenmitte 10 Minuten backen.**
Lebkuchen auskühlen lassen und ggf. mit Puderzuckerglasur verzieren.

Rezept Puderzuckerglasur

1 T Wasser mit
5 T Puderzucker vermischen.

* Keine Ahnung, wie wichtig das Stehenlassen ist. Wer's eilig hat, kann's auch ohne versuchen und ggf. die Backzeit anpassen.
** Ich habe den Teig in fünf Lebkuchen aufgeteilt und in einem Gasbackofen gebacken. Your milage may vary.

Sonntag, 13. Juli 2014

Vegane Sablés

Sablés sind mir eigentlich nur als Weihnachtsgüezi bekannt. Das macht aber nichts, denn sie schmecken - wie eine empirische Selbststudie herausgefunden hat - auch im Sommer* gut.


Rezept für vegane Sablés (frei nach Betty Bossy)

175 g Kokosfett
+ 75 g Zucker
+ Salz
+ 1 EL Flüssigkeit nach Belieben (Wasser, Pflanzenmilch oder irgendwas, das Geschmack gibt)
schaumig rühren.
250 g Mehl** damit verkneten.

Eine backblechlange Wurst rollen (geht gut mit Backtrennpapier oder Klasichtfolie) und diese in den Kühlschrank stellen bis sie fest wird.

Anschliessend die Teigwurst in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden, formschön auf einem Backblech drapieren und nach Belieben mit Zucker/Salz bestreuen.

Backen: etwa 10 Minuten bei 200°C.

**Tipp: Wenn man für irgendein Gebäck glutenfreies Mehl verwenden kann, dann für Sablés. Ich hab Kastanienmehl genommen. Mit Weizenmehl sind die Sablés heller.

Sind Sablés eigentlich vergleichbar mit Sandgebäck? Was ist mit Shortbread? 

*Sommer as in Temperaturen unter 20 Grad oder so. Sonst schmilzt das Kokosfett nämlich und dann funktioniert das nicht.

Edit: Ich habe die Sablés nun nochmal mit flüssigem Kokosfett gemacht. Das ist zwar zum Vermischen super praktisch, resultiert jedoch nicht in einem festen Teig, der sich zu Rollen formen lässt. Man kann ihn dann kühl stellen, wodurch aber dann schnell zu hart wird, was primär am Kokosfett liegt. Mit etwas Handwärme wird er aber durchaus wieder formbar.

Sonntag, 20. April 2014

When Life Gives You Lemons... mach Zitronenkuchen draus

Osterkuchen wird (zumindest in der Schweiz) mit Reis gemacht. Das fand ich - besonders angesichts der Tatsache, dass man das gar nicht unbedingt denken würde, wenn man ein Stück davon isst - ziemlich cool. Schmecken tut's meiner Meinung nach nämlich ziemlich quarkig. Oder - wenn man aus Weltgegenden stammt, in denen Käsekuchen nicht üblicherweise aus Hartkäse hergestellt wird - wohl irgendwie auch käsig. 

Zitronenquarkkuchen mit Zitronenrindedekoration

Ähnlich ist's auch bei diesem Zitronenkuchen. Meine Wenigkeit würde diesen Kuchen unvoreingenommen wohl Quarktorte nennen, andere nennen ihn eben Käsekuchen, Cheesecake oder - mangels tatsächlichem Käse - Teasecake. Reis enthält er nicht, dafür aber Hirse. Und Nüsse. Und sonst allerhand nette Dinge.

Nahaufnahme vom blind gebackenen Tortenboden
Normalerweise würde man an dieser Stelle wohl das Rezept posten. Da das Rezept für diesen Zitronenkäsekuchen schon in diversen Variationen im Internet verfügbar ist, belasse ich es an dieser Stelle bei einigen Hinweisen auf die besten Rezepte, auf die ich in meiner - natürlich selbst für Desserts obligatorischen - Recherche gestossen bin.


Ob das wohl auch mit anderen Geschmacksrichtungen funktionieren würde? 

Kennt ihr sonst noch Kuchenrezepte, die Zutaten enthalten, die man nicht in einem Kuchen vermuten würde?

Freitag, 7. März 2014

Rezept: Banausenbrownies

"Fehlkäufe - trotzdem zu schade für die Tonne!"

Das Thema von Jessis Kochchallenge sind diesmal Fehlkäufe, aus denen schliesslich doch noch etwas wurde. Etwas Essbares, versteht sich. Das kann ich von den meisten meiner Fehlkäufe leider nicht behaupten, denn die meisten meiner Fehlkäufe betreffen wunderschöne Schuhe, die halt leider nicht bequem genug sind, um sie tatsächlich im Alltag zu tragen.

Dennoch finden sich in meinem Haushalt manchmal auch Fehlkäufe kulinarischer Art. So zuletzt auch nach Weihnachten. Das lag daran, dass sich liebe Menschen Gedanken gemacht haben, was für Schokolade denn in eine vegane Ernährung passt. Das wenig überraschende Ergebnis daraus war, dass ich ziemlich viel ziemlich dunkle Schokolade zu Weihnachten bekommen habe.

Connaisseure würden sich danach die Finger lecken. Ganz anders Schokobanausinnen wie ich, die am liebsten möglichst helle (Reis)milchschokolade essen. Ja, ich weiss, mein Vegab Street Cred leidet dadurch ungemein - Sorry! Sagt drum auch niemandem weiter, dass ich aus den mit hochprozentiger Schokolade überzogenen Mandeln und den exquisiten Tartufi dolci del Piemonte Brownies gebacken habe...

Rezept für Banausenbrownies

Zutaten für eine Form mit der Grösse von etwa 600 cm^2:

1 Cup* Wasser
2 EL geschrotete Leinsamen
1 Cup* Zucker
1/2 Cup* Öl

2 Cups* Mehl
2 TL Backpulver
ein bisschen Vanille
1 TL Salz
1/2 Cup* Kakaopulver

1 Cup* Nüsse (bei mir die Schokomandeln), gehackt oder ganz - wie man sie halt mag
200 Gramm zerkleinerte schwarze Truffes mit Haselnüssen drin (oder wohl sonstige dunkle Schokolade. Meine war ziemlich weich.)

Zubereitung: Die "nassen" Zutaten (inkl. Zucker) mischen und stehen lassen, damit die Leinsamen quellen können. Währenddessen die trockenen Zutaten mischen. Schliesslich beides mit den Fehlkäufen (oder deren Ersatz) mischen.

Backen: 30 Minuten bei 190°C. In meinem Gasbackofen jedenfalls.

Schliesslich das ganze auskühlen lassen, schneiden und auf einem Gitter ganz erkalten lassen. Schmeckt vorzüglich!

Allen, die keine Pralinés zu verwerten haben oder lieber gesunde Brownies backen möchten, lege ich nahe, das Rezept von Vegan in Berlin auszuprobieren und davon zu berichten!

*Cups sind Tassen - ein fürs Backen nur bedingt geeignetes Mass, da damit ein Volumen gemeint ist. Man denke da beispielsweise an die Nüsse, deren Volumen stark von der Stückgrösse abhängt während das Gewicht sich einfach vergleichen lässt. Das Rezept verwendet Cups, weil im Originalrezept welche verwendet werden und mein Messbecher das auch drauf hat.

Montag, 25. November 2013

Rezept: Schokoladenkugeln

Avilia hat bei meinem Vegan Wednesday-Post nach dem Rezept für die Schokoladenkugeln gefragt. Es handelt sich dabei um ein abgewandeltes Rezept aus einem alten Betty Bossi-Kochbuch, das ich nun auch nicht da habe und das natürlich auch nicht vegan ist. Deshalb hier kurz, wie ich die Schoggikugeln gemacht habe.

Schokoladenkugeln, frisch geformt

Für 1 Blech:

Als Eiersatz:
3 EL geschrotete Leinsamen mit
ca. 100 ml (1 dl) Wasser vermischen und ein paar Minuten stehen lassen.

separat:
200 g dunkle Schokoladenspähne (geriebene? Schokolade) mit
250 g Zucker und
300 g gemahlenen Haselnüssen und
3 EL Mehl vermischen
ggf. weihnachtliche Gewürze wie Zimt, Sternanis, Gewürznelken, Muskat, Piment oder sowas beigeben.

Beides verkneten, Kugeln formen, über Nacht offen stehen lassen.

Backen: ca. 5 Min bei 250°C (in einem uralten Gasbackofen).