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Donnerstag, 8. Januar 2015

Burmesischer "Tofu" aus Kichererbsen

Der Kichererbsentofu wird aus eingeweichtem Kichererbsenmehl (a.k.a. Besan) hergestellt. Dieses wird gekocht und in eine Form gegossen, in der es zu einem festen Block erkaltet.

Chickpea tofu
Gelber wird der Kichererbsentofu, wenn man ein wenig Kurkuma beigibt (Fotoquelle)

Danach kann man den Kichererbsentofu z.B. backen oder braten, nicht jedoch in Flüssigkeit erwärmen, da er sich sonst ebenfalls wieder verflüssigt. Das ist der Hauptunterschied zum echten Tofu aus Sojabohnen.

Daw Yee Myanmar fried chickpea tofu stix
Frittierter Burmesischer Tofu auf Flickr

Ich habe meinen (nicht verflüssigten) Kichererbsentofu nun in Rejuvelac bzw. Sojajoghurtflüssigkeit eingelegt.

Sonntag, 30. März 2014

Küchenexperimente: Holzjoghurt

Die Idee

Ich muss zugeben, dass ist beim ersten Durchlesen des Sojajoghurtrezepts von SalieriC ein wenig eingeschüchtert war: So präzises Arbeiten war da gefordert und dann auch noch Hygiene wie in einem Operationssaal!

Aus diesem Grund und weil ich Sojajoghurt höchstens ab und zu zum Kochen, aber sonst nicht regelmässig verwende, habe ich das Projekt "Sojajoghurt" erst einmal auf Eis gelegt.

Tiefgekühlt blieb es dort einmal bis ich kürzlich bei Cooketteria von Lactobazillen gelesen habe, die auf Bäumen leben. Wo gibt's denn sowas!

Cornus mas
Die blühende Kornelkirsche - gelb wie Forsythien, aber einheimisch. Foto von Roberto Verzo

Ermutigt vom Umstand, dass diese Bazillen - anders als ihr Name vermuten liessen - offenbar auch Sojamilch in Joghurt verwandeln können, wenn man sie lässt, machte ich mich auf die Suche nach einem Kornelkirschbaum. In der Schweiz nennt man diese Gewächse übrigens Tierlibäume und die Beeren dran Tierlibeeren. Fragt mich nicht, warum.

Da im Moment ausser Forsythien kaum etwas Gelbes zu blühen scheint, war ein solcher Strauch - trotz meiner Unkenntnis der lokalen (sind wir ehrlich: jeglicher) Fauna - relativ schnell ausgemacht.

Das Vorgehen

Anschliessend bin ich fast wie in Cooketterias Anleitung beschrieben vorgegangen: Ein Ästchenstückchen in ein zwei kleine, mit heissem Wasser abgespühlten Einmachgläsern gelegt, mit lauwarmer Sojamilch aufgegossen, Deckel drauf und auf die Heizung gestellt. Joghurtbereiter oder Backofenlampe habe ich leider nicht. Mein vorsintflutlicher Aussentermometer meint aber, dass über der Heizung bei mir ungefähr 38 °C herrschen. Dann habe ich gewartet. Schlussendlich ist meine Sojamilch etwa 26 Stunden unbeaufsichtigt herumgestanden (Wer denkt schon am Morgen vor der Arbeit daran, die Sojamilch von der Heizung zu nehmen).

Ideal war das sicherlich nicht. Laut SalieriCs Rezept sollte man das Zeug spätestens nach 11 Stunden in den Kühlschrank stellen und auch Cooketteria hatte "nur" 18 Stunden veranschlagt.

Das Ergebnis



Fest ist's geworden. Nicht hieb- und stichfest, aber zumindest konsistenzmässig an Joghurt erinnernd. Schmecken tut's säuerlich - halt wie Joghurt. Ob's anders schmeckt als gekauftes Sojajoghurt, kann ich mangels direkter Vergleichsmöglichkeit schlecht beurteilen. Anders als die Sojamilch (übrigens gekaufte von der Migros) schmeckt das Tierlibeerenjoghurt auf jeden Fall.

Ob's für den Verzehr für alles und jeden unbedenklich ist, kann ich ebenfalls nicht sagen. Bisher hab ich ihn offenbar unbeschadet überlebt. Die Ästchen habe ich allerdings nicht gegessen.

Freitag, 17. Januar 2014

Tipps für den Umgang mit dem Gasbackofen

Das Problem

Mein Backofen heizt mit Gas. Für alle, die sowas noch nie gesehen haben: Unten im Backofen (unter dem eigentlichen Backofen) brennt eine blaue Flamme. That's it. Unten Feuer - und oben? Tja, genau da liegt das Problem: Das Backgut wird unten braun während es oben noch roh ist. Irgendwann ist's dann auch oben durch (wenn auch nie braun), unten jedoch mittlerweile verkohlt.

verkohlter Teig

Woran liegt's?

Der Übeltäter ist hier offensichtlich ein Backofen. Oder genauer: ein Gasbackofen, der nur unten eine Flamme besitzt. Es stellt sich die Frage, wie die Hitze von dort nach oben kommt und wie man sie daran hindert, auf dem Weg dahin, unten zu viel Schaden anzurichten.

Einige Tipps

Wie immer, das Internet weiss Rat:
  • Varieren der Einschiebschiene bzw. der Temperatur während der Backzeit.
    Zum Überbacken etwa die erste Hälfte der Backzeit mit kleiner, später mit grosser Hitze auf der obersten Schiene backen.
    Für Kekse mehrere Bleche je nach Bräungungsgrad rotieren. Blech ggf. drehen.
    Pizza dagegen ganz unten, ziemlich heiss.
  • Temperatur generell um 20 °C reduzieren, eine höhere Schiene benutzen. Nach der Hälfte der Backzeit das Backgut mit Alufolie abdecken.
  • Die Wärmeleitung zur Unterseite des Backgutes verschlechtern und die Backzeit verlängern.
    Durch mehrere Bleche, helle Auflaufformen, auf ein Blech gestellte Form, Alufolie unter das Backgut.
  • Das Backgut nicht aus den Augen lassen und rumprobieren, Vorgehen notieren und beim nächsten Mal weiter verfeinern.
  • Sich bei der Hausverwaltung beschweren/eine Fachperson bestellen.

Funktioniert das auch?

Ich weiss es nicht. Das Bild oben zeigt mein letztes Backergebnis. Beim nächsten Mal werde ich sicher Tipp 3 beherzigen und zumindest die Küchentür nicht schliessen. Vielleicht rieche ich's dann sogar bevor es verkohlt ist.
Dafür, dass irgendwas davon funktioniert, spricht zumindest, dass Menschen seit Jahrzehnten erfolgreich mit solchen Backöfen backen. Darunter etwa Cooketteria, die mir netterweise einige Tipps mit auf den Weg gegeben hat.

Update: Kekse in einer hellen Auflaufform (mit Backpapier) ziemlich weit oben im vorgeheizten Backofen zu backen, hat funktioniert (mit Temperatur und Backzeit wie im Rezept). Yeah!

Update 2: Brownies waren in derselben Auflaufform ebenfalls erfolgreich. Allerdings brauchten sie 5 Minuten länger als im Rezept angegeben.

Hat jemand von euch auch schon Erfahrungen mit einem Gasbackofen gemacht?

Freitag, 3. Januar 2014

Wie macht man Gemüsespaghetti?

Nun ist es soweit: Ines joins the hype. Wie bringt man Gemüse also in Spaghettiform? Beispielsweise mit einem Spiralschneider* in Sanduhrform.

Je nachdem, in welche Öffnung das Gemüse hineingeschoben wird, ergeben sich unterschiedlich dicke Gemüsefäden.

Welches Gemüse lässt sich roh vernudeln?

Was super funktioniert

- Zucchetti (Zucchini)

Die dünnere Gemüsefadenvariante

Was auch Fäden ergibt, aber weniger lange

- Karotten
- Bierrettich

Das Bierrettichgrün ist zwar nicht spiralisier- aber durchaus auch essbar.

Was nicht funktioniert

- Spitzpepperoni (Spitzpaprika), da zu hohl
- Randen (rote Bete), da zu wenig zylinderförmig

Zentral ist ebenfalls, dass das Gemüse einigermassen zylinderförmig ist und keinen zu grossen oder zu kleinen Durchmesser hat.

Fazit

Gemüsefäden ohne Sauerei zu essen, ist nicht wesentlich einfacher als Teigfäden. Ob der Spiralschneider künftig regelmässig gebraucht wird? On verra.

Gewärmte Gemüsefäden mit Currypulver

Was andere schon probiert haben

Bandnudeln mit Karotten
Mit fruchtiger Sauce
Ganz klassisch mit Bolognese
Weniger spiralig, aber auch länglich (und mit Salatgurke)

* Es soll hier nicht darum gehen, irgendein Produkt zu bewerben. Wer sich so ein Teil kaufen will, wird's - Suchmaschinen sei Dank - schon finden.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Sprossenexperimente - Teil 2

Das neue Jahr spriesst - oder eben auch nicht. Momentan ist's ja noch frisch. In Sprossenmetaphern quasi am Einweichen. Und damit wären wir auch schon am Ende der holprigen Einleitung mit Brückenschlag zum Jahreswechsel.

Nachdem ich mich mittlerweile noch an anderen Hülsenfrüchten versucht habe, bin ich zum Schluss gekommen, dass es tatsächlich nicht an der Sorte liegt, ob denn etwas spriesst oder nicht. Meistens spriessen nämlich einige Bohnen/Linsen während andere nur rumgammeln.

Um sicherzugehen, dass mehr gesprossen als rumgegammelt wird, bräuchte man wohl explizit als keimfähig angepriesene Hülsenfrüchte oder zumindest solche, von denen man weiss, dass sie einigermassen frisch sind.


Und weil Posts mit Bild so viel mehr her machen, hier noch ein Sprossenbild.

Moth-Bohnen-Sprossen

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Neues aus dem Konfiglas: Was spriesst?

Vor einigen Wochen hat das Sprossenglas wieder einmal den Betrieb aufgenommen. Nicht aus allen eingeweichten Samen, sind allerdings auch Sprossen geworden.

Was funktioniert hat

  • braune Linsen
  • Moth-Bohnen
  • Luzernesamen

Was nicht funktioniert hat

  • schwarze Bohnen, nur eine Bohne wurde zur Sprosse.
  • rote Linsen, etwa die Hälfte der Linsen keimte einige Millimeter, wuchs dann aber nicht weiter.
Ob das wohl an der Frische der Hülsenfrüchte liegt? Eigentlich müssten die doch alle keimfähig (gewesen) sein.

Luzerne (aka Alfalfa)-Sprossen, Lauch, Gelberbsen.